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Lexikon

Wir haben Ihnen einige Erklärungen zu Begriffen der Prozess- und Automatisierungstechnik zusammengestellt.

Sofern Sie nach weiteren Begriffen suchen, bitten wir Sie uns zu kontaktieren. Einerseits um Ihnen behilflich zu sein - andererseits um dieses Lexikon weiter zu komplettieren.

Absolutdruck (Englisch: absolute pressure)
Dies ist der Druck, der immer vom absoluten Nullpunkt herangezogen wird, z. B. in der Vakuumtechnik. Im Gegensatz zum Relativdruck.

Abluft  (Englisch: exhaust air)
Druckluft, die nach der Arbeitsleistung in einem Antriebsglied mehr oder weniger entspannt ins Freie geleitet wird.
Das dabei entstehende laute Geräusch wird in der Regel durch Schalldämpfer gemindert.
Da Abluft meist noch ölhaltig ist, wird sie zunehmend in Abluftleitungen gesammelt, gereinigt und dann ins Freie geführt.

Absorption (Englisch: absorption)
Hierunter versteht man die Lösung von Gasen in Flüssigkeiten und in Feststoffen nach physikalischen Gesetzmäßigkeiten.

Adsorption (Englisch: adsorption)
Dies ist die Bindung von geladenen Partikeln an die chemisch aktiven Größen einer Feststoffoberfläche. Diese physikalische Gesetzmäßigkeit wird bei der Verwendung von Aktivkohle benutzt.

bar
Das bar ist in der Physik und Technik eine zulässige (SI-konforme) Einheit für den Druck.
Der Name stammt von dem griechischen Wort báros »schwer« ab.
Am 1. Januar 1978 löste das Bar in der Bundesrepublik Deutschland und in Österreich die Maßeinheit physikalische Atmosphäre oder kurz atm (Atmosphäre) ab. Das weit verbreitete kürzel atü (Atmosphäre Überdruck) wird durch "Bar Überdruck" ersetzt. Die eigentliche SI-Einheit für den Druck ist das Pascal (sehr kleine Einheit). Ab 1. Januar 1980 wurde das Pascal als Maßeinheit für den Druck in der DDR verbindlich eingeführt und die alten Einheiten kp/cm², mmWS und at (Atmosphäre) bzw. atm waren nicht mehr zulässig. Gemäß der EG-Richtlinie 80/181/EWG darf die Einheit Bar weiterhin verwendet werden (wie zum Beispiel auch die Einheiten Liter, Minute oder Elektronenvolt). 1 bar = 105 N/m² = 105 Pa, 1 mbar = 1 hPa, 1013,25 mbar = 1 atm (Normaldruck).

Differenzdruck (p)  (Englisch: pressure difference)
Als Differenzdruck bezeichnet man die unterschiedlichen Drücke die ein- und ausgangsseitig an einem Produkt auftreten können. Er errechnet sich aus dem Eingangsdruck (z.B. bei einem Ventil) abzüglich dem Ausgangsdruck. Bei einem Differenzdruck >0 entsteht Durchfluss. Je höher der Differenzdruck desto höher ist der Durchfluss.

Kavitation (Englisch: cavitation)
Mit Kavitation bezeichnet man den Vorgang bei dem in der Flüssigkeit gelöste Gase durch Unterdruck (z.B. Umlenkung in Rohrleitungen, Schiffsschrauben, etc.) spontan in den gasförmigen Zustand übergehen. Dabei entstehen hohe Drücke, die das umgebende Material beschädigen können.

Kondensation (Englisch: condensate)
Dies  ist der Übergang des gasförmig vorhandenen Wasserdampfes in der Luft (=Luftfeuchtigkeit) in den flüssigen Zustand.

Kv-Wert (Englisch: Kv-value (of valves))
Durchfluß in m3/h Wasser bei +5 bis +30°C, der bei einem Druckabfall von 1 bar bei einem Vordruck von 6 bar in einer bestimmten Richtung durch ein Gerät (Ventil) strömt. Der praktische Nutzen des Kv-Wertes ist umstritten, u. a. weil er den tatsächlichen Durchflußwiderstand von Druckluft gleichsetzt mit dem von Wasser. Zudem berücksichtigt er nicht, daß der Widerstand in den beiden Durchflußrichtungen eines 4-Wegeventils sehr unterschiedlich sein kann (bis zu 50 %).

Losbrechdruck (Englisch: break away pressure)
Druck, der erforderlich ist, um die Haftreibung unter definierten Bedingungen zu überwinden (DIN 24 312) Nenndruck (Englisch: nominal pressure) Druck zur Bezeichnung oder Identifizierung eines Gerätes oder einer Anlage. Er ist kleiner oder gleich dem Berechnungsdruck, DIN 24 312. Der Nenndruck korrespondiert mit dem Nennwert nach DIN 40 200. Auf ihn beziehen sich die angegebenen Werte eines Gerätes, wenn es unter Nennbedingungen arbeitet.Nenndruck (Englisch: nominal pressure) Druck zur Bezeichnung oder Identifizierung eines Gerätes oder einer Anlage. Er ist kleiner oder gleich dem Berechnungsdruck, DIN 24 312. Der Nenndruck korrespondiert mit dem Nennwert nach DIN 40 200. Auf ihn beziehen sich die angegebenen Werte eines Gerätes, wenn es unter Nennbedingungen arbeitet.

Nenndruck (Englisch: nominal pressure)
Druck zur Bezeichnung oder Identifizierung eines Gerätes oder einer Anlage. Er ist kleiner oder gleich dem Berechnungsdruck, DIN 24 312. Der Nenndruck korrespondiert mit dem Nennwert nach DIN 40 200. Auf ihn beziehen sich die angegebenen Werte eines Gerätes, wenn es unter Nennbedingungen arbeitet.

Normaldruck (Englisch: normal pressure)
Umfaßt in der Pneumatik den Bereich von ca. 2 bar bis 10 bar. Der vergleichbare Druckbereich in der Hydraulik wird Mitteldruckbereich genannt, liegt aber bei höheren Drücken.

Normalkubikmeter
Zur Quantifizierung des Luftverbrauchs oder der Strömungskapazität eines pneumatischen Bauteils, hat man sich in der Technik auf das Standardvolumen, den „Normalkubikmeter“ geeinigt. Dieser entspricht einer Luftmenge von 1,293 kg Masse, die wiederum bei einem Absolutdruck von 760 mm Hg (1,01325 bar) und einer Temperatur von 0° C einem Raum von 1 m³ beansprucht.

Pneumatik (Englisch: pneumatics)
Lehre und Technik, die sich allgemein mit Energie- und Signalübertragung durch Gas, vor allem Druckluft befaßt. Pneumatische Steuerungen und zunehmend auch Regelungen werden vor allem in der Low-Cost-Automation, in der Handhabungstechnik und in explosionsgeschützten Bereichen eingesetzt.

Primärdruck (Englisch: primary pressure)
Druck im Hauptkreis einer Anlage (DIN 24 312).

Relativdruck  (Englisch: relative pressure)
Hierunter ist der Druck zu verstehen, der immer relativ zu einem anderen Druck bezeichnet wird. Vorwiegend in der Drucklufttechnik sprechen wir bei 5 bar Druck meist von 5 bar Relativdruck. Dies entspricht dem Relativdruck + atmosphärischen Druck (ca. 1000 mbar). Das bedeutet 5 bar relativ sind 6 bar absolut.

Retrodiffusion
Die Retrodiffusion ist ein Effekt, der bei Leckagestellen in Rohrleitungen auftritt. Ein unter Druck stehendes Medium strömt aus und trotzdem kann durch diese Leckstelle Umgebungsmedium in das Rohrleitungssystem dringen und dieses verunreinigen. Die Ursache liegt in den unterschiedlichen Partialdrücken der einzelnen Gase in den getrennten Systemen.

Schaltspiel (Englisch: switching cycle)
Arbeitszyklus

Shore
Dies ist der Härtegrad bei Elastomeren. Die Härte ist eine wichtige Kenngröße gummielastischer Werkstoffe (Elastomere)

Stellantrieb (Englisch: positioning drive)
Dient zur direkten Einwirkung auf eine Strecke (Regelstrecke, Steuerstrecke). Er verstellt das Stellglied, sofern es mechanisch betätigt wird (DIN 19 226).
Beispiel: E-Motor, Magnet, hydraulischer Stellkolben.

Totraum
Mit Totraum werden jene Stellen in einem Ventil bezeichnet, in denen Reste eines Fluides zurückbleiben und nicht einfach durch nachfolgende Fluide ausgespült werden können. Diese Volumina können für Prozesse Schwierigkeiten bedeuten, wie sie z.B. Messwerte verfälschen oder sich Bakterien in diesen Räumen vermehren können. Für diese Anwendungen werden spezielle totraumarme Armaturen angeboten.

 

Druckeinheiten und Umrechnungsfaktoren
  Pascal Bar technische Atmosphäre physikalische Atmosphäre Torr Pfund pro Quadratzoll
(Pa) (bar) (at) (atm) (torr) (psi)

≡ 1N/m²

≡ 1 Mdyn/cm²

≡ 1 kp/cm²

≡pSTP

≡ 1 mmHg

≡ 1 lbf/in.²

1 Pa

1

1,0000·10-5 1,0197·10-5 9,8692·10-6 7,5006·10-3 1,4504·10-4
1 bar 1,0000·105

1

1,0197·100 9,8692·10-1 7,5006·102 1,4504·101
1 at 9,8067·104 9,8067·10-1

1

9,6784·10-1 7,3556·102 1,4223·101
1 atm 1,0133·105 1,0133·100 1,0332·100

1

7,6000·102 1,4696·101
1 torr 1,3332·102 1,3332·10-3 1,3595·10-3 1,3158·10-3

1

1,9328·10-2
1 psi 6,8948·103 6,8948·10-2 7,0307·10-2 6,8046·10-2 5,1715·101

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